Krebstherapie auf neuen Wegen
Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!
B. Brecht
Naturheilkundliche begleitende Behandlung von Krebserkrankungen
Als Krebs werden alle bösartigen Neubildungen, unabhängig von dem betroffenen Organ oder Gewebe
bezeichnet. Es entstehen genetische Veränderungen in den Zellen, wodurch alle Kontrollmechanismen,
die die Zelle überwachen, ausfallen.
Wenn die Selbstzerstörung der Zelle nicht mehr funktioniert, kommt es zum unkontrollierten Wachstum
und zum Entstehen eines Tumors.
Die Diagnose Krebs ist für jeden Betroffenen ein großer Schock. Angst und Verzweiflung und Fragen
nach dem "warum gerade ich? tauchen auf. Viele verlieren ihren Lebensmut, fürchten sich vor der
Therapie und dem Gefühl, der anonymen Apparatemedizin ausgeliefert zu sein.
Deshalb wünschen sich viele Krebspatienten immer mehr den Einsatz komplementärer, ergänzender und
begleitender Behandlungen während ihrer schweren Erkrankung, um so nicht nur die Erkrankung Krebs
besser zu bewältigen und die Lebensqualität verbessern zu können, sondern auch um als mündige
Partner in die Behandlung mit eingebunden zu sein.
Einer internationalen Umfrage zur Folge nimmt jeder dritte Krebspatient alternative oder
komplementärmedizinische Behandlung in Anspruch.
Ein gezielter Einsatz von biologischen Therapien ist in jedem Stadium
einer Krebserkrankung möglich.
Von der ersten Diagnose und während der gesamten schulmedizinischen
Behandlungsdauer.
Noch wichtiger aber ist die Nachsorge, d.h. die Zeit nach Beendigung der
schulmedizinischen Therapie, wenn der Patient voller Angst zum nächsten
Kontrollterminen geht.
Hier zeigt sich eine besonders positive Wirkung, wenn Sie als Patient das
Gefühl haben, Ihre Therapie mit entschieden zu haben und so einen Teil
zu Ihrer Gesundung selbst in die Hand genommen zu haben
Als „komplementäre onkologische Therapieverfahren" werden alle
Therapien bezeichnet, die geeignet sind, die konventionellen, Tumor
zerstörenden Therapien, also Operation, Strahlen- und Chemotherapie
zu unterstützen und den kranken Körper zu einer optimalen Funktion zurückzuführen.
Es muss deutlich gesagt werden, dass eine komplementäre Behandlung nicht die schulmedizinische
Therapie von Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung ersetzen, sondern deren Wirksamkeit
ergänzen und verstärken soll.
Die Wirkung der Chemotherapie soll durch die begleitenden Therapien verstärkt, und die Neubildung der
Abwehrzellen in den Intervallen vermehrt werden.
Auf diese Weise kann der Patient mit einer verbesserten körperlichen und seelischen Konstitution in die
nächste Behandlungsphase eintreten.
Im Mittelpunkt einer ganzheitlichen, naturheilkundlichen Behandlung steht der krebskranke Patient,
auch mit seinen Ängsten, kleinen und großen Problemen, die es gilt, in ausführlichen Gesprächen zu
lösen und somit zum Prozess der Gesundung beizutragen.
Die biologische Krebstherapie betrachtet den gesamten Menschen in seiner Einheit aus Körper, Geist
und Seele und versucht alles in Betracht zu ziehen, das zur Entstehung des Krebses beitragen könnte.
Alle Belastungen werden aufgespürt und möglichst ausgeschaltet. Das Immunsystem wird wieder
aufgebaut, die Zelle wieder mit Sauerstoff versorgt und der Stoffwechsel reguliert.
Krebspatienten brauchen nicht nur die bestmögliche medizinische Therapie, sondern auch eine ständige
psychische und therapeutische Begleitung.
Die Ziele einer ganzheitlichen, begleitenden Behandlung sind:
Stärken und Wiederherstellen der körpereigenen Abwehr
Mildern der oft schweren Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie
Erhöhen der Heilungschancen der schulmedizinischen Therapien
Herstellen eines optimalen Zellstoffwechsels, dadurch Verbesserung aller Organfunktionen
Vorbeugung von Rückfällen (selbst die aggressivste Chemotherapie beseitigt nicht alle
Krebszellen)
Verbesserung der Lebensqualität in allen Krankheitsphasen
Linderung von Angst und Schmerzen, dadurch Stärken des Überlebenswillens, Aufhellung der
Stimmung und des Wohlbefindens
Behandlungsschwerpunkte
Orthomolekulare Therapie
Oft ist der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen bei Krebskranken besonders
während der konventionellen Therapie sehr hoch und durch die Nahrung allein nicht mehr zu decken.
Dann kann eine orale oder durch Injektionen ergänzte Therapie notwendig sein. Ein Mangel an diesen
Vitalstoffen begünstigt das Entstehen von Krebs und kann die Genesung beeinträchtigen. Die besonders
wichtigen Vitamine A, E und C schützen die Zellen vor Entartung und helfen den Abwehrzellen bei ihrer
komplizierten Arbeit.
Enzymtherapie
Krebszellen haben mit der Zeit Abwehrstrategien entwickelt. Sie umgeben sich mit einem Tarnmantel
aus Eiweiß, so dass die Abwehrzellen die entartete Zelle nicht erkennen können. Enzyme können diese
Eiweißhülle auflösen und die Krebszelle für die Abwehr wieder erkennbar machen. Außerdem wirken sie
entzündungshemmend und erschweren abgetrennten Zellen den Anschluss an anderes Gewebe.
Entgiftung, Ausleitung, Entsäuerung
Die toxische Belastung des Körpers durch Chemotherapie, Bestrahlung und Medikamente macht es
notwendig, diese Stoffe aus dem Gewebe zu lösen und sie den Ausscheidungsorganen zuzuführen.
Dadurch kann das gestörte Gleichgewicht innerhalb und außerhalb der Zelle wiederhergestellt werden.
Darmsanierung
Durch langjährige Fertigkost, durch Zytostatika und Antibiotika kann die Darmflora sehr stark
geschädigt sein. Eine gesunde Darmflora ist aber notwendige Voraussetzung für ein intaktes
Immunsystem und das Funktionieren der Abwehrzellen. Ein optimales Darmmilieu kann durch die Zufuhr
von mikrobiologischen Darmkeimen wieder aufgebaut werden.
Immuntherapien
Zu den wichtigsten immunstärkenden Präparaten gehören die
Mistel, Thymus- und Milzpeptide.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Störung im
Immunsystem eine Ursache für die Entstehung von Krebs sein kann, denn das
Immunsystem hat die Aufgabe, Krebszellen zu erkennen und zu vernichten.
Häufig sind die Abwehrzellen aber geschwächt und können ihre Aufgabe nicht
mehr richtig erfüllen. Wirkstoffe der Mistel oder der Thymus- und Milzpeptide
erhöhen die Anzahl und die "Arbeitslust" der Abwehrzellen.
In vielen Studien wurde die Wirksamkeit der Mistel nachgewiesen und als Standardtherapie anerkannt.
Deshalb wird sie auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Selbstverständlich gibt es noch andere naturheilkundliche Therapiemaßnahmen, die immer individuell
nach dem Krankheitsbild des Patienten ausgewählt werden.
Ebenso wichtig ist eine gesunde Ernährung, der Abbau von Stressfaktoren, Entspannungsübungen und
sportliche Betätigung.
Dadurch wird das Immunsystem zusätzlich gestärkt und die Lebensqualität in allen Stadien der
Erkrankung verbessert.
In den letzten Jahren hat es eine Reihe von Studien über den Zusammenhang von Krebs und Ernährung
gegeben. Alle kamen zu dem gleichen Ergebnis, nämlich dass eine Umstellung der Ernährung auf
vollwertige Frischkost mit möglichst viel Rohkostanteilen sich günstig auf den Krankheitsverlauf
auswirken kann. Zu empfehlen sind rohes Sauerkraut und milchsaures Gemüse, stille Mineralwässer,
grüner Tee und rot-blaues Obst und Gemüse, das hat viele Anthocyane, die die oxidativen Prozesse in
der Zelle beschleunigen. Tierisches Eiweiß sollte gemieden werden.